Duisburger Gestaltungs-Schüler*innen entwickeln neues Logo

 

Die LAG HEP NRW e.V. ist ein Zusammenschluss von 57 Berufskollegs, die Ausbildungsgänge in der Heilerziehungshilfe und Heilerziehungspflege anbieten. Da das Logo des Vereins nicht mehr zeitgemäß war, beauftragte die LAG HEP NRW, vertreten durch die zweite Vorstandsvorsitzende Marion Kamps, die Gestaltungstechnischen Assistent*innen des Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs (FAL-BK) damit, ein neues Logo zu entwickeln.
Unter der Leitung ihrer Grafikdesign- und Typografie-Lehrerin Elisabeth Bak machten sich die Schüler*innen der Klasse GT71 im Rahmen eines klassenbezogenen Wettbewerbs an diese komplexe Aufgabe. Um ein Logo zu entwickeln, das den Verein adäquat repräsentiert und dessen Werte transportiert, mussten sich die Schüler*innen zunächst mit der LAG HP selbst befassen. Sie mussten den Verein besser kennenlernen und den Aufgabenbereich verstehen lernen. Die Werte und der Arbeitsbereich sollten abstrakt und assoziativ transportiert werden, was für Anfänger – aber auch für erfahrene Grafikdesigner*innen – immer eine schwierige Aufgabe ist. Das Logo sollte einfach und prägnant sein, die Schrift modern.
Die GT71 hat den Auftrag gerne angenommen und ging mit vollem Eifer an die Arbeit.
Die GT71 befand sich zum Zeitpunkt der Aufgabenstellung ganz am Anfang der Jahrgangsstufe 11, also im ersten Ausbildungsjahr. Daher stellt dies alles eine große Herausforderung für die Klasse dar, die weder mit den Grafikprogrammen vertraut war noch die Kriterien für Logoentwicklung kannte und auch im Fach Typografie gerade erst die ersten Schritte machte. Alles war neu.

Als die Arbeit abgeschlossen war, stellte Frau Bak Frau Kamps eine Auswahl mit den acht besten Logos zur Verfügung. Aus diesen acht Logos suchte der erweiterte Vorstand zunächst drei aus. Diese drei wurden anschließend allen Mitgliedern auf der Mitgliederversammlung präsentiert und zur Abstimmung gestellt. Das Logo des Schülers John Beckers erhielt die meisten Stimmen. Die LAG HEP NRW freute sich sehr über die konstruktive Zusammenarbeit und die tollen Ergebnisse.

Am 25. Juni 2018 würdigten die LAG HEP und die Schulleitung des FAL-BK nun die tolle Arbeit der Klasse in den Räumen des Berufskollegs. Die Gewinner der Plätze eins bis drei wurden seitens der LAG HEP mit Sachpreisen geehrt. Für die Schüler*innen war das natürlich ein großes Ereignis. Bis zu diesem Tag blieb es eine große Überraschung, wer den zweiten und dritten Platz belegt hat. Neben John Beckers‘ erstem Platz wurden nun Fabienne Sturz mit dem zweiten und Melisa Gavgali mit dem dritten Platz geehrt. Alle drei bekamen von Frau Kamps hochwertige Stifte überreicht, die ihnen in ihrer Ausbildung gute Dienste leisten können.
Einen realen Auftrag zu erhalten, ist für die Schüler*innen etwas ganz Besonderes. Es hat eine andere Relevanz als die Arbeiten, die sie „nur“ für den Unterricht anfertigen. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass die Schüler*innen ausschließlich für gemeinnützige Unternehmen arbeiten, die nicht gewinnorientiert arbeiten. So nehmen sie den Grafiker*innen aus Duisburg keine Jobs weg.
Schließlich ist es ja auch so, dass die Schüler*innen nach ihrer dreijährigen Ausbildung am FAL-BK durchaus selber Grafiker*innen werden könnten. In ihrem Bildungsgang machen sie nämlich nicht nur ihre Fachhochschulreife, sondern gleichzeitig eine vollzeitschulische Ausbildung zum/zur Gestaltungstechnischen Assistent*in. Viele schließen danach ein Studium oder eine Ausbildung zum/zur Mediengestalter*in an.

Ab dem nächsten Schuljahr bietet das Duisburger Berufskolleg sogar diesen Bildungsgang mit Allgemeiner Hochschulreife (Abitur) an. Da hier das Abitur im Vordergrund steht, sieht die Stundentafel allerdings etwas anders aus. Als Leistungskurse sind Gestaltung und Englisch festgelegt, man lernt den Umgang mit allen Grafikprogrammen und hat darüber hinaus Kurse wie Grafikdesign und Literatur.
Sicherlich eine großartige Alternative zum Abitur an allgemeinbildenden Schulen!

Einen Artikel von der Aktion in der WAZ finden Sie hier

Elisabeth Bak und Julia Doppelfeld

 


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