Hörakustiker/-in: Neuer Gesundheitsbildungsgang am Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg

Wer den Beruf der Hörakustikerin, bzw. des Hörakustikers ergreifen wollte, musste bisher für den Blockunterricht die „Landesberufsschule für Hörgeräteakustiker“ in Lübeck besuchen. In Zukunft wird dies für Auszubildende in diesem Bereich aus NRW nicht mehr nötig sein, denn ab dem Schuljahr 2016/2017 wird es in unserem Bundesland zwei Standorte für Fachklassen an hier ansässigen Berufskollegs geben.
Das Duisburger Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg freut sich mitteilen zu können, dass es neben Recklinghausen einen dieser beiden Standorte bereitstellen wird. Der bereits seit vielen Jahren etablierte Bereich der Augenoptik wird ab Sommer 2016 erweitert durch eine Fachklasse für Hörakustiker/-innen und nun auch zu einem Fachzentrum für Hörakustik ausgebaut, das demnächst von Auszubildenden aus den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln besucht werden kann. Das Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg gehört zu den modernsten und innovativsten Berufskollegs des Landes. Erst 2011 wurde das neue Gebäude in Duisburg-Neudorf – in nächster Nähe zum Hauptbahnhof – bezogen. Alle Klassenräume sind mit modernster audiovisueller Technik ausgestattet. Computerräume sowie Physiklabore und ein moderner Kundenverkaufsraum für Gesundheitstechnik stehen schon in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Zurzeit planen die Schulleitung und die Fachlehrkräfte für die Gesundheitstechnik das noch letzte fehlende Akustiklabor. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg und mit ideeller Unterstützung von regionalen Hörakustikbetrieben.
Die dreijährige Ausbildung der Hörakustikerin/des Hörakustikers beinhaltet ausgesprochen interessante und vielfältige Aspekte. So lernen die Auszubildenden, individuelle Hörprofile zu bestimmen und berufsspezifische audiologische und otoskopische Befunde zu erheben und zu bewerten. Außerdem wird ihnen vermittelt, wie man Kund/innen in Bezug auf die Versorgungsmöglichkeiten mit Hör-, Hörassistenzsystemen und Sonderversorgungen berät, und wie man diese Systeme beim Kunden oder der Kundin anpasst. Die Herstellung und Instandsetzung von Formpassstücken für Hörhilfen oder Gehörschutz (Otoplastiken) sind weitere Lerninhalte. Auch die Betreuung von Kund/innen und die Durchführung von Reha-Maßnahmen gehören zum Unterrichtsstoff. Schließlich kommt auch der kaufmännische Anteil nicht zu kurz: Hier stehen Geschäfts- und Abrechnungsprozesse eines Hörakustikbetriebs im Fokus der Ausbildung.
Eine Besonderheit des Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs stellt die Tatsache dar, dass neben dem Abschluss „Geselle/Gesellin in der Hörakustik“ auch der Betriebsassistent im Handwerk erworben werden kann. In Kooperation mit der Handwerkskammer Düsseldorf ist die Anerkennung dieser Zusatzqualifikation als dritter Teil der Meisterprüfung obligatorisch.


 

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